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Inhaltsverzeichnis

Über die Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung wurde von den Römern erfunden und existiert somit schon seit 2.000 Jahren. Zwischenzeitlich ist sie dann in Vergessenheit geraten, bis sie in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts ihr Comeback erlebte. Seitdem ist sie weit verbreitet und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Da sie im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern eine Menge Vorteile bietet, wollen die meisten Bauherren nicht auf sie verzichten.

Im Wesentlichen gibt es zwei Bauarten: Einerseits gibt es wasserführende Fußbodenheizungen, die mit einer Zentralheizung verbunden sind und bei denen Kupfer- oder Kunststoffrohre am Boden verlegt und entweder in normalem oder in Trockenestrich unterhalb des Bodenbelages integriert werden. Andererseits gibt es elektrisch betriebene Fußbodenheizungen. Sie werden direkt unter dem Bodenbelag verlegt und können raumweise an das häusliche Stromnetz angeschlossen werden.

Mit Wärmepumpe kombinieren

Wie bereits erwähnt, funktioniert die Fußbodenheizung besonders gut in Kombination mit einer Wärmepumpe. Das liegt daran, dass die Fußbodenheizung eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleistet und so mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt. Das wiederum ermöglicht der Wärmepumpe ihre Stärke auszuspielen, denn sie arbeitet im Niedertemperaturbereich besonders effizient. In dieser Kombination kann man den Energiebedarf und somit die Heizkosten um weitere 6 bis 12 Prozent senken.

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Quelle: © Bundesverband Wärmepumpe / youtube.com

Vorteile und Nachteile der Fußbodenheizung

Eine wasserführende Fußbodenheizung hat gegenüber herkömmlichen Heizkörpern zahlreiche Vorteile. So sorgt die Strahlungswärme dafür, dass Staub, Milben und Schimmelsporen nicht aufgewirbelt werden. Das schafft ein angenehmes Raumklima und kommt vor allem Allergikern zugute.

Außerdem verteilt sich die Wärme auf diese Weise gleichmäßiger. Dadurch kommt die Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 20 bis 35 Grad aus. Das führt dazu, dass Energieverbrauch und Heizkosten im Vergleich niedriger als bei herkömmlichen Heizkörpern sind - besonders dann, wenn die Fußbodenheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe betrieben wird.

Die Fußbodenheizung hat aber auch Nachteile: Sie ist z. B. in der Anschaffung etwas teurer als herkömmliche Heizkörper. Außerdem dauert das Anheizen deutlich länger und es braucht dementsprechend etwas mehr Zeit, bis sich die Wärme im Raum verteilt hat. Zudem fehlen im Badezimmer Heizkörper, auf denen man Handtücher zum Trocknen aufhängen kann. Der größte Nachteil ist jedoch, dass man im Falle einer Reparatur eventuell den Boden aufstemmen muss, um die schadhafte Stelle in Ordnung zu bringen.

Bauart der Fußbodenheizung Vorteile Nachteile
Wasserführend Gut für Allergiker Höhere Investition
Angenehmes Raumklima
Gleichmäßige Wärmeverteilung Heizung braucht relativ lange, bis sich die Wärme verteilt
Niedrige Vorlauftemperaturen
Niedrigerer Energieverbrauch Keine Heizköper im Badezimmer
Niedrigere Heizkosten
Harmoniert besonders gut mit Wärmepumpen Reparaturen sind ggf. kompliziert, dreckig und teuer
Mögliche Förderung durch Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Ästhetische Optik

Mit diesen Kosten sollten Sie rechnen

Wer ein Haus baut, kalkuliert natürlich die Kosten dafür. Das gilt auch für die Wahl des Heizsystems. Dabei setzen sich die Kosten für eine Fußbodenheizung aus den Anschaffungskosten und den Betriebskosten zusammen. Nur deren gemeinsame Betrachtung gibt Aufschluss über die tatsächlichen Kosten.

Anschaffung und Einbau

Bild: Euroscheine-Kreditkarte
Trocken-System kostet mehr als Nass-System | © AKuptsova / pixabay.com

Eine Fußbodenheizung ist heute in der Anschaffung nicht mehr viel teurer als wandhängende Heizkörper. Dabei sind die Kosten abhängig von der Art der Installation. Bei wasserführenden Fußbodenheizungen wird zwischen Nass-Systemen und Trocken-Systemen unterschieden. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, eine Fußbodenheizung nachträglich zu installieren.

Bei Nass-Systemen werden die Leitungen auf dem Boden verlegt, fixiert und anschließend im Estrich eingegossen. Die Kosten hierfür liegen inklusive Einbau bei 50 bis 85 Euro pro Quadratmeter, wobei der Anteil für den Einbau ca. 10 bis 12 Euro pro Quadratmeter ausmacht. Trocken-Systeme sind da schon ein wenig teurer. Hier werden die Leitungen gewöhnlich in vorgefräste Trockenestrichplatten eingelassen und kosten mit Montage 75 bis 110 Euro pro Quadratmeter. Der Preis für die reine Montage liegt bei 12 bis 14 Euro pro Quadratmeter.

Bauart Kosten pro m² in € Kosten für 140 m² in €
Nass-System 50 - 85 € / m² 7.000 - 11.900 €
Trocken-System 75 - 110 € / m² 10.500 - 15.400 €

Nachrüstungen in Altbauten sind am teuersten, weil zusätzlich zur Montage und zur Heizung selber zunächst der alte Bodenbelag und wenn vorhanden, auch der Estrich entfernt werden muss. Die Kosten für diesen Rückbau liegen bei ca. 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter. Dadurch steigen die Gesamtkosten eines Nass-Systems auf 60 bis 120 Euro pro Quadratmeter, die eines Trockensystems sogar auf 95 bis 135 Euro pro Quadratmeter. Die reinen Einbaukosten liegen bei 11 bis 12 Euro pro Quadratmeter.

Laufende Kosten und Einsparungen

Die Stärke wasserführender Fußbodenheizungen liegt neben dem Komfort ganz klar in ihren geringen Betriebskosten. Einerseits braucht die Fußbodenheizung durch die niedrigen Vorlauftemperaturen nicht so viel zu arbeiten und andererseits hält sie die Wärme länger vor. Das sorgt für Einsparungen von ca. 10 Prozent gegenüber wandhängenden Heizkörpern.

Fußbodenheizung defekt?

Zunächst einmal vorweg: Moderne Fußbodenheizungen haben nur ein sehr geringes Risiko, dass Defekte auftreten. Und diese sind in der Regel durch wenig aufwendige Maßnahmen zu beheben. Aber der Reihe nach: Zunächst muss ein Defekt samt Ursache erst einmal erkannt werden. Während die Defekte noch relativ leicht zu erkennen sind, gibt es bei den Ursachen häufig mehrere Möglichkeiten. Der offensichtlichste Defekt ist, wenn die Heizung trotz Betrieb nicht mehr heizt bzw. der Fußboden nicht mehr warm wird.

Fußbodenheizung undicht

Bild: Nackte Füße vor Kamin
Lecks können dazu führen, dass die Fußbodenheizung nicht mehr funktioniert | © Hans / pixabay.com

Das Ausbleiben der Heizleistung kann mehrere Ursachen haben. Eine durch Korrosion der Rohre hervorgerufene „Verschlammung” derselben oder ein undichter Heizkreislauf (Ventile / Leitungen / Verteiler) sind am wahrscheinlichsten. Die Verschlammung kann man beheben, indem man die Leitungen durchspült.

Die Kosten hierfür liegen durchschnittlich bei 50 bis 150 Euro. In Neubauten werden allerdings diffusionsdichte Leitungen verlegt, sodass dieser Defekt bei einem Neubau eher nicht zu erwarten ist. Weitere mögliche Ursachen für einen Leistungsabfall der Heizung sind große oder kleine Leckagen der Heizleitung. Sie äußern sich durch einen Druckabfall des Systems. Leckagen müssen zunächst lokalisiert und dann behoben werden.

Kleinere Leckagen findet man mit Thermografie. Sie lassen sich meist mit Dichtmitteln beheben, was Kosten in Höhe von 100 bis 300 Euro verursacht. Größere Leckagen lassen sich meist auch schon eine Etage tiefer mit bloßem Auge feststellen. Hier müssen der Bodenbelag entfernt, der Estrich aufgestemmt und das defekte Teilstück des Heizungsrohres ausgetauscht werden.

Die Kosten hierfür sind mit 50 bis 60 Euro zwar erträglich (ohne neuen Bodenbelag; es kann sehr teuer werden, wenn z. B. Fliesen oder Laminat / Parkett neu gekauft und verlegt werden müssen!), da aber neuer Estrich gelegt werden muss und dieser einige Zeit zum Aushärten braucht, zieht sich die Reparatur hin. Ist dagegen der Verteiler undicht, muss dieser samt Regelungstechnik ersetzt werden. Kostenpunkt: 100 bis 500 Euro.

Unsere Empfehlung zur Fußbodenheizung

Die Anschaffung einer Fußbodenheizung bietet viele Vorteile bei gleichzeitig wenigen Nachteilen. Zwar kostet sie in der Anschaffung etwas mehr als wandhängende Heizkörper, aber die Mehrkosten amortisieren sich durch ihr Einsparpotenzial. Insgesamt ist die Anschaffung einer Fußbodenheizung also empfehlenswert. Das gilt vor allem, wenn parallel die Installation einer Wärmepumpe geplant ist, denn in dieser Kombination arbeitet die Wärmepumpe besonders effizient und sparsam.

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