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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe ist eine Heizung, welche elektrisch betrieben wird und genutzt werden kann, um die Umgebungswärme aus Boden, Luft oder Grundwasser in Heizwärme für Ihre Immobilie umzuwandeln. In einer Wärmepumpe laufen dabei verschiedene mechanische und physikalische Prozesse ab, welche sich von Bauart zu Bauart unterscheiden können.

Ganz allgemein wird zwischen vier verschiedenen Wärmepumpen-Typen unterschieden. Es gibt die Luft-Luft-Wärmepumpe, die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Sole-Wasser-Wärmepumpe und die Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Genaueres zu den einzelnen Bauarten erfahren Sie im Folgenden.

Verschiedene Bauarten und Wärmequellen

Bild: Wärmepumpe Geothermie-Kraftwerk
Wärmepumpe im großen Stil: Ein Geothermie-Kraftwerk in Island | © WikiImages / pixabay CC0

Die verschiedenen Wärmepumpen-Bauarten unterscheiden sich vor allem darin, woher die thermische Energie zur Heizwärme-Gewinnung bezogen wird. So entnehmen die Luft-Luft-Wärmepumpe und die Luft-Wasser-Wärmepumpe die Wärmeenergie aus der Umgebungsluft, die Sole-Wasser-Wärmepumpe über eine Sonde oder Kollektoren aus dem Erdreich und die Wasser-Wasser-Wärmepumpe bezieht die Energie aus einem unterirdischen Wasserreservoir.

Dementsprechend kommt nicht für jede Immobilie auch jede Bauart infrage. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann beispielsweise nur in Kombination mit einer Lüftungsanlage zur Wärmeverteilung genutzt werden, während eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe ohne Zugang zu einem Wasserreservoir keinen Sinn macht. Aus diesem Grund ist die am häufigsten verbaute Wärmepumpe auch die Luft-Wasser-Wärmepumpe, welche die thermische Energie der Umgebungsluft nutzt und deshalb bei fast jeder Immobilie eingebaut oder nachgerüstet werden kann.

Bauart Wärmequelle
Luft-Luft-Wärmepumpe Umgebungsluft/ Abwärme aus Lüftungsanlage (bei bestimmten Typen)
Luft-Wasser-Wärmepumpe Umgebungsluft
Sole-Wasser-Wärmepumpe Erdreich
Wasser-Wasser-Wärmepumpe Wasserreservoir (z. B. Grundwasser)
Grafik: Wärmepumpe Funktion
Unterschiedliche Wärmequellen für Wärmepumpen erklärt | © deine-heizung.de

Vorteile, Nachteile und Besonderheiten

Bild: Wärmepumpe kaufen
Eine Wärmepumpe arbeitet besonders gut mit einer Flächenheizung zusammen | © rkit / pixabay CC0

Eine moderne Wärmepumpe bringt viele Vorteile mit sich. Trotzdem bietet sich diese Art der Heizung nicht für jede Immobilie an. Wir blicken deshalb auch auf Besonderheiten und mögliche Nachteile.

Zu den zentralen Vorteilen der Wärmepumpe gehören die hohe Energieeffizienz und die gute Wirtschaftlichkeit der Anlage. Beides ist allerdings vom energetischen Zustand Ihrer Immobilie abhängig, sodass die Vorteile besonders in Neubauten und gut sanierten Altbauten zur Geltung kommen. Bei einem unsanierten Altbau hingegen wird die Installation einer neuen Wärmepumpe kaum Sinn ergeben.

Die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten für eine neue Wärmepumpe werden häufig als ein wichtiger Nachteil genannt. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass es Förderungen von KfW und BAFA gibt, welche den Preis noch einmal deutlich verringern können. Darüber hinaus kann sich eine moderne Wärmepumpe - in einem gut gedämmten Gebäude - schon nach wenigen Jahren amortisieren. Die Investition lohnt sich oftmals also schon nach etwa 10 Jahren.

Gerade wenn Sie über die Anschaffung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe oder einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe nachdenken, sollte Ihnen bewusst sein, dass beide Anlagentypen in Deutschland genehmigungspflichtig sind. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und zusätzliche Kosten. Allerdings sind diese beiden Wärmepumpen-Arten auch besonders energieeffizient, was nicht nur die Amortisation beschleunigt, sondern auch positive Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Vorteile Nachteile
Hohe Energieeffizienz bei Neubauten/sanierten Altbauten Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
Vergleichsweise geringe Heizkosten Je nach Bauart genehmigungspflichtig
Umweltfreundliches Heizen (besonders in Kombination mit Photovoltaik-Anlage) In unsanierten Altbauten wenig sinnvoll
Verschiedene Förderungen verfügbar (KfW und BAFA)  

Heizen im Winter

Wärmepumpen können im Normalfall auch ohne Probleme im Winter betrieben werden. Gerade die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist ohne Einschränkungen auch bei Außentemperaturen jenseits des Gefrierpunkts einsetzbar. Wenn bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe das Grundwasser als Reservoir genutzt wird, sind auch hier keine Probleme zu erwarten.

Lediglich bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe und bei der Luft-Luft-Wärmepumpe kann es bei sehr niedrigen Temperaturen (ab minus 20 Grad) zu Komplikationen kommen. In weiten Teilen Deutschlands fallen die Winter allerdings so mild aus, dass keine Probleme zu erwarten sein.

Die Lautstärke beim Nachbarn

Auch heute gibt es noch das Vorurteil von der lauten Wärmepumpe, denn gerade die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in der Vergangenheit für ihre Lautstärke kritisiert worden. Bei den Geräten von heute müssen Sie sich allerdings keine Sorgen mehr machen. Die Lautstärke von modernen Wärmepumpen ist mittlerweile so gering, dass auch einfache Zimmertüren und ältere Fenster jegliche Geräuschbelästigung verhindern sollten.

Kosten und Förderung für Wärmepumpen

Im Vergleich zu anderen Heizsystemen wie z. B. einer Öl- oder Gasheizung liegen die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe im Bestandsbau deutlich höher. Die Einstiegsmodelle für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beginnen erst bei etwa 15.000 Euro und die Kosten für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe können sogar das Doppelte betragen. Gerade wenn eine Erdsonde oder ein Wasserreservoir genehmigt und dafür Bohrungen durchgeführt werden müssen, können die Kosten noch einmal höher ausfallen.

Da es sich bei Wärmepumpen um hoch effiziente und vergleichsweise umweltfreundliche Heizungen handelt, können aber auch Förderungen für die Anschaffung beantragt werden. Auf diese Weise lassen sich die hohen Anschaffungskosten etwas abdämmen. Und auch mit einem Blick auf die Wirtschaftlichkeit lässt sich der hohe Preis für eine Wärmepumpe besser verkraften.

Wärmepumpe Kosten mit Einbau
Luft-Luft-Wärmepumpe 15.000 - 16.000 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe 15.000 - 17.000 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe 18.000 - 25.000 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe 25.000 - 30.000 €

Förderungen von KfW und BAFA

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergeben Förderungen und günstige Kredite für energetische Sanierungen und das Heizen mit erneuerbaren Energien. Eine Wärmepumpe (besonders in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage) ist deshalb in den allermeisten Fällen förderfähig.

Wenn Sie die hohen Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe also verringern möchten, können Sie sich bei KfW und BAFA informieren und eine Förderung beantragen. Wichtig ist dabei, dass Sie die Förderung vor der Installation der neuen Wärmepumpe beantragen.

Heizkosten (Stromverbrauch) und Wartung

Die geringen Heizkosten sind besonders im Neubau ein zentraler Vorteil der Wärmepumpe. Auch mit den steigenden Stromkosten liegen die Heizkosten, dank der hohen Energieeffizienz der Wärmepumpen, noch deutlich unter denen von anderen Heizungen. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe fallen, bei einem Wärmebedarf von etwa 7.200 kWh, jährliche Heizkosten von etwa 450 Euro an. Bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe liegen diese mit etwa 300 Euro noch einmal deutlich darunter.

Auch im Hinblick auf die Wartung bringt die Wärmepumpe echte Ersparnisse mit sich. Im Regelfall sind die modernen Anlagen nämlich sehr wartungsarm und müssen im Gegensatz zur klassischen Öl- oder Gasheizung nicht regelmäßig vom Schornsteinfeger geprüft werden. Wenn Sie Ihre Anlage aber trotzdem einmal im Jahr vom Experten warten lassen möchten, dann können Sie mit jährlichen Kosten von etwa 100 Euro rechnen.

Art der Wärmepumpe Jährliche Heizkosten (Stromkosten)
Luft-Luft-Wärmepumpe etwa 500 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe etwa 450 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe etwa 350 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe etwa 300 €

Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe

Bild: Wärmepumpe Strom umweltfreundlich
Wärmepumpen benötigen nur wenig Strom | © Pexels / pixabay CC0

Auch wenn die Wärmepumpe mit hohen Anschaffungskosten zu Buche schlägt, so ist sie doch eine der effizientesten und wirtschaftlichsten Heizungen, die Sie in Ihrem Eigenheim verbauen können. Die geringen Betriebskosten, welche durch den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage noch weiter verringert werden können, sorgen für eine schnelle Amortisation. So können Sie mit einer modernen Wärmepumpe schon nach etwa 10 bis 15 Jahren das erste Geld im Vergleich zur klassischen Öl- oder Gasheizung einsparen.

Noch mehr Ersparnisse mit Photovoltaik

Mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage können Sie kostengünstigen und umweltfreundlichen Solarstrom gewinnen. Dieser kann dann genutzt werden, um die Wärmepumpe in Ihrem Eigenheim zu betreiben und so noch mehr Kosten einzusparen. Gerade zusammen mit einem Stromspeicher kann diese Kombination eine sehr hohe Effizienz erreichen und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Wärmepumpe nachhaltig verbessern.

Kaufberatung für Altbau und Neubau

Bild: Wärmepumpe Altbau
Eine Wärmepumpe im Altbau lohnt sich bei einer guten Dämmung | © cocoparisienne / pixabay CC0

Der Einbau einer modernen Wärmepumpe bietet sich nicht für jede Immobilie gleichermaßen an. Verschiedene Faktoren, wie z. B. der energetische Zustand des Gebäudes, spielen dabei eine wichtige Rolle. Dementsprechend können hier keine Pauschalaussagen getroffen werden und jede Immobilie muss individuell betrachtet werden. Man kann lediglich sagen, dass sich energieeffiziente Neubauten eher für eine Wärmepumpe anbieten als Bestandsbauten mit veralteter Dämmung.

Wärmepumpen für Altbau-Sanierungen

Der Einbau einer neuen Wärmepumpe als Bestandteil einer Altbau-Sanierung kann durchaus eine sinnvolle Maßnahme sein. Aber nur in den seltensten Fällen sollte diese Maßnahme einzeln durchgeführt werden. Damit die Wärmepumpe effizient und wirtschaftlich arbeiten kann, ist es wichtig, dass die Wärmeverluste der Immobilie zunächst minimiert werden. Deshalb sollten alte Fenster, Türen und Dämmungen ebenfalls modernisiert werden. Außerdem gilt es zu beachten, dass nicht jede Wärmepumpen-Art beliebig in jeder Immobilie nachgerüstet werden kann. Im Zweifelsfall sollte Sie Ihre Immobilie von einem Experten begutachten lassen.

Wärmepumpen im Neubau

Gerade in einem gut gedämmten Neubau können die Vorteile der effizienten Wärmepumpe maximal ausgenutzt werden. Wenn Fenster, Türen, Wärmedämmung und Heizung gut aufeinander abgestimmt sind, können die Heizkosten bestmöglich verringert und die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe maximiert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass für einen Neubau fast jede Bauart der Wärmepumpe infrage kommt, wenn sie frühzeitig mit eingeplant wird.

Wärmepumpen für MFH und Gewerbe

Auch größere Immobilien wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeeinheiten können mit Wärmepumpe beheizt werden. In diesen Fällen bietet sich z. B. die Sole-Wasser-Wärmepumpe an. Über eine Vielzahl von Erdsonden können hier große Energiemengen gewonnen werden, welche dann auch größere Flächen beheizen können.

Es gilt jedoch zu beachten, dass gerade Gewerbeeinheiten häufig nur rudimentär oder sogar gar nicht gedämmt sind. Darunter leiden Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe, sodass hier möglicherweise ein anderes Heizsystem sinnvoller wäre.

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