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Inhaltsverzeichnis

Einige Fakten zur Verbrennung von Holz

Bild: Holzheizung Heizwert
Holzheizungen arbeiten äußerst effizient | © Stones / pixabay CC0

Das Heizen mit Holz ist natürlich keine neue Erfindung. Ganz im Gegenteil ist Holz der älteste uns bekannte Brennstoff, welcher schon vor vielen Jahrtausenden von den Menschen genutzt wurde. Trotzdem gehört das Heizen mit Holz in 2021 noch nicht der Vergangenheit an.

Viele Menschen vergessen, dass Holz ein klimaneutraler und damit vergleichsweise umweltfreundlicher Brennstoff ist. Schließlich wird beim Verbrennungsprozess nur der Kohlenstoff wieder ausgestoßen, welchen der Baum zuvor in seinem Holz gebunden hatte. Das Verbrennen von Holz wird deshalb auch als CO2-neutral bezeichnet. Darüber hinaus ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, welcher uns - im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen - auch in den nächsten Jahrhunderten erhalten bleiben wird.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass jeder Mensch seinen Wohnraum mit Holz beheizen sollte. Hier ist es wichtig, einen guten Mittelweg zu finden und nur so viel Holz zu verbrennen, wie auch realistisch wieder nachwachsen kann. Holzheizungen sollten deshalb nur in bestimmten Immobilien und unter spezifischen Voraussetzungen zum Einsatz kommen. Ob sich eine Holzheizung auch für Ihr Eigenheim anbietet, erfahren Sie im Folgenden.

Viele Holzheizungen für den Neubau zu groß

Holzheizungen sind eine effiziente und vergleichsweise umweltfreundliche Alternative zu Öl- und Gasheizungen. Im Neubau eignen sich viele Holzheizungen allerdings nur bedingt, da energieeffiziente Gebäude häufig deutlich weniger Wärme benötigen, als von vielen Holzheizungen erzeugt wird. Hinzu kommt je nach Bauart ein hoher Platzbedarf.

Hackschnitzelheizungen sind im Neubau in der Regel kaum sinnvoll einsetzbar. Auch eine Pelletheizung samt Pelletsilo nimmt häufig einen gesamten Kellerraum ein. Nur der Holzvergaser eignet sich gut für den Einsatz in energieeffizienten (Einfamilien-)Häusern. Hier wird jedoch viel Platz auf dem Grundstück für das Brennstofflager benötigt.

Bauarten der Holzheizung

Holzheizung ist nicht gleich Holzheizung: Es gibt verschiedene Bauweisen mit unterschiedlichen Funktionsweisen. Alle Holzheizungen verbrennen aber Holz, um daraus Energie in Form von Wärme zu gewinnen. Der grundlegende Unterschied liegt in der Form des Holzes: Eine Holzheizung kann man mit Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz betreiben, was jeweils seine eigenen Vorteile, Nachteile und Kosten mit sich bringt.

Holzheizung Einsatzbereich Vorteile Nachteile
Pelletheizung Gebäude mit hohem Wärmebedarf Günstige Wärme, nachhaltiger Brennstoff Teure Anschaffung, aufwendige Technik
Hackschnitzelheizung Hoher Wärmebedarf und viel Platz, um Hackschnitzel zu lagern Heizen ist günstiger als mit Pellets Viel Lagerraum für Brennstoff benötigt
Scheitholzvergaser Ideal für Menschen, die eigenes Brennholz herstellen Günstigste Holzheizung Muss von Hand bestückt werden
Ofen mit Wassertasche Als Ergänzung zur Zentralheizung Spart Heizkosten Ist keine vollwertige Heizung

Pelletheizung

Bild: Holzheizung Holzpellets
Holzpellets sind ein guter Brennstoff | © moses / pixabay CC0

Die Pelletheizung ist eine unkomplizierte Holzheizung, die vollautomatisch funktioniert. Ihr Brennstoff (Holzpellets sind zu kleinen, zylinderförmigen Teilchen zusammengepresste Holzreste) braucht in der Lagerung, verglichen mit den anderen Brennstoffen der Holzheizung (Hackschnitzel und Scheitholz), wenig Platz.

Die Pelletheizung eignet sich besonders für Gebäude mit einem höheren Wärmebedarf und zeichnet sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad aus. Allerdings sind die Anschaffungskosten für eine Pelletheizung recht hoch - was aber durch eine hohe staatliche Förderung, die im Januar 2020 noch einmal angehoben wurde, zu einem großen Stück kompensiert wird.

Hackschnitzelheizung

Bild: Holzheizung Hackschnitzel
Hackschnitzel sind sehr leistungsstark | © samfabersf / pixabay CC0

Eine Hackschnitzelheizung verbrennt unverarbeitete Holzreste, die nicht anders verwertet werden können (Hackschnitzel oder Hackgut genannt). Diese benötigen besonders viel Lagerplatz, sind dafür aber der preisgünstigste und auch ein besonders leistungsstarker Brennstoff für Ihre Holzheizung.

Die Hackschnitzelheizung hat die höchsten Anschaffungskosten aller Holzheizungen, wird aber auch mit hohen staatlichen Zuschüssen seitens des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bedacht. Sie eignet sich besonders für größere, eher schlecht gedämmte Bestandsbauten mit einem hohen Wärmebedarf, da sie unter Volllast am effizientesten arbeitet.

Scheitholzvergaser

Bild: Holzheizung Scheitholz
Holzscheite benötigen viel Lagerplatz | © Hans / pixabay CC0

Der Scheitholzvergaser unterscheidet sich in seiner Funktionsweise von den anderen Holzheizungen, indem er das Holz nicht direkt verbrennt, sondern es erst „vergast“: Er arbeitet mit einer zweigeteilten Brennkammer. Die Holzscheite werden in der ersten Kammer getrocknet und stark erhitzt, bis sie Gase freisetzen.

Diese Gase werden in der zweiten Kammer verbrannt. Ein Holzvergaser ist eine in der Anschaffung und im Betrieb kostengünstige Holzheizung - dafür muss das Holz aber manuell nachgefüllt werden. Deshalb eignet sich diese Heizung vor allem für kleinere oder energieeffiziente Gebäude, wo der Arbeitsaufwand gering gehalten werden kann.

Holz- oder Pelletofen mit Wassertasche

Eine weitere Holzheizung ist der Holz- oder Pelletofen mit Wassertaschen im Kamin. Diese Wasserreserven werden während des Betriebs aufgeheizt und können dann zur Unterstützung der Zentralheizung in das Heizsystem eingespeist werden. Diese Heizung kann zwar alleine nicht den Wärmebedarf für ein ganzes (Einfamilien-)Haus decken, die Heizkosten Ihrer Immobilie aber trotzdem nachhaltig senken. Außerdem wird die Anschaffung vom BAFA bezuschusst.

Kosten für eine Holzheizung

Bild: Holzheizung Kosten
Eine neue Holzheizung ist immer eine Kostenfrage | © 127071 / pixabay CC0

Die Kosten der einzelnen Holzheizungen setzen sich jeweils aus mehreren Komponenten zusammen: Die Anschaffungskosten liegen bei Pelletheizungen und Hackschnitzelheizungen im oberen Bereich, da viele Bauteile benötigt werden. Hinzu kommen der Einbau des Geräts sowie die laufenden Kosten.

In der Anschaffung ist die Hackschnitzelheizung am teuersten, dafür hat sie durch den günstigen Brennstoff die niedrigsten laufenden Kosten und Sie erhalten dank der prozentualen Förderung des BAFA in der Summe die höchsten Zuschüsse. Die Pelletheizung liegt bei den Anschaffungskosten im Mittelfeld, ihr Brennstoff ist am teuersten - dafür aber am effizientesten und am bequemsten in der Handhabung.

Ein Scheitholzvergaser ist besonders arbeitsintensiv, dafür sind hier die Anschaffungskosten deutlich geringer und Scheitholz ist preiswert. In der folgenden Tabelle finden Sie die Kosten für Anschaffung und Montage der verschiedenen Holzheizungen in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus im Überblick:

Komponente Kosten Pelletheizung Kosten Hackschnitzelheizung Kosten Scheitholzvergaser
Heizkessel 9.000 € 10.000 - 13.000 € 5.500 - 8.000 €
Brennstofflager 1.500 - 3.500 € 1.500 - 4.000 € /
Förderanlage 2.000 - 3.000 € 2.000 - 3.000 € /
Pufferspeicher 1.500 - 3.000 € 1.500 - 3.500 € 1.500 - 3.500 €
Abgasanlage (Brennwerttechnik) 1.000 - 1.500 € 1.000 - 1.500 € 1.000 - 1.500 €
Montage 1.000 - 2.500 € 1.000 - 2.500 € 500 - 2.000 €
       
Gesamtkosten ca. 20.000 € ca. 25.000 € ca. 10.000 €

Anschaffung

Eine Holzheizung ist ein komplexes System von Bauteilen, die nur im Zusammenspiel ihre effiziente Wirkung entfalten. Je nach Bauart werden ein Heizkessel und/oder ein Brennstofflager sowie ein Transportsystem benötigt. Alle Holzheizungen brauchen zudem, abgesehen von einer Abgasanlage mit Brennwerttechnik, einen Pufferspeicher: Hierbei handelt es sich im Grunde um einen großen, isolierten Wasserkessel.

Das Wasser wird im Betrieb erwärmt und speichert überschüssige Wärme für einen späteren Zeitpunkt. Außerdem werden Holzheizungen, verglichen mit konventionellen Heizungen, in deutlich geringeren Stückzahlen hergestellt, was sie teurer macht. Im Zusammenspiel sorgen diese beiden Faktoren dafür, dass Holzheizungen in der Anschaffung vergleichsweise teuer sind - durch die geringen laufenden Kosten sowie die staatlichen Zuschüsse amortisieren sie sich jedoch recht schnell.

Grafik: Altbau Heizung Preisvergleich
Heizungen im Altbau - wie viel kosten die verschiedenen Modelle im Betrieb? | © Heizglück

Einbau

Bild: Holzheizung Einbau Kosten
Kosten für den Einbau einer Holzheizung | © Pavlofox / pixabay CC0

Der Einbau einer Holzheizung ist vergleichsweise zeitaufwendig und deshalb auch mit hohen Montagekosten verbunden. Dabei unterscheiden sich die konkreten Kosten aber je nach Bauart der Heizung. Der Einbau einer Pellet- oder Hackschnitzelheizung ist besonders aufwendig, hier liegen die Kosten jeweils bei ca. 1.000 bis 2.500 Euro.

Günstiger ist die Montage eines Scheitholzvergasers, diese kostet rund 500 bis 2.000 Euro. Im Schnitt können Sie für den Einbau einer Holzheizung (je nach Typ) mit einem Anteil von etwa 5 bis 20 Prozent der Gesamtkosten rechnen.

Laufende Kosten

Dank der geringen Brennstoffkosten sind Holzheizungen im Betrieb vergleichsweise günstig. Der Großteil der laufenden Kosten wird durch die Wartung und Instandhaltung der Anlage ausgemacht. Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollten Sie außerdem darauf achten, wo Sie Ihr Holz beziehen: Im Baumarkt zahlen Sie tendenziell am meisten. Im Großhandel sind die Preise schon deutlich geringer und privat hergestelltes Brennholz ist im Regelfall am günstigsten. Die konkreten Kosten sind dabei natürlich von der Art der Holzheizung und Ihrer Immobilie abhängig.

Bauart Kosten für Brennstoff Wartungskosten Gesamtkosten pro Jahr
Pelletheizung 350 € 300 € 650 €
Hackschnitzelheizung 220 € 300 € 520 €
Scheitholzvergaser 230 € 300 € 530 €

Förderung und Zuschüsse für eine Holzheizung

Bild: Holzheizung Förderung
Holzheizung fördern lassen - ein Aufwand, der sich lohnt | © jarmoluk / pixabay CC0

Im Rahmen der Energiewende möchte die Bundesregierung Anreize zum Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen. Es gibt daher eine Reihe von Förderprogrammen, die auch die Installation einer Holzheizung unterstützen. Zu nennen ist hier vor allem das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Aber auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Holzheizungen im Zuge von Sanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard.

Förderung beantragen (Neubau)

Wenn Ihr Neubau den technischen Mindestanforderungen des BAFA entspricht, können Sie hier eine Förderung von 35 Prozent der förderfähigen Kosten für den Einbau Ihrer Holzheizung einplanen. Wichtig ist, dass die Heizung eine Nennwärmeleistung von mindestens 5 Kilowatt aufweist und Brennwerttechnik nutzt. Zusätzlich muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

Weitere Förderung steht in Form des Kredits KfW 153 zur Verfügung. Hier können Sie neben dem Kredit über 120.000 Euro auch einen Tilgungszuschuss von 25 Prozent der Kreditsumme (also maximal 30.000 Euro) erhalten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Neubau mindestens den Effizienzhaus-Standard 55 erreicht. Das Programm lässt sich mit der Förderung des BAFA kombinieren - was empfehlenswert ist, da man so die maximale Förderung für seine Holzheizung erhält.

Produkt Bedingungen Förderung
BAFA-Förderung „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM)" Holzheizung mit Nennwärmeleistung ab 5 kW mit Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich 35 % der förderfähigen Kosten
KfW-Kredit 153 Neubau oder Kauf eines KfW-Effizienzhaus bzw. einer entsprechenden Eigentumswohnung; es muss mindestens Effizienzhaus-Standard KfW 55 erreicht werden Kredit bis höchstens 120.000 €, Tilgungszuschuss bis zu 25 % der Kreditsumme, maximal 30.000 €
KfW-Zuschuss 431 Beauftragung eines Energieberaters 50 % der förderfähigen Kosten, maximal 4.000 €

Förderung im Altbau

Auch im Altbau werden Holzheizungen mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten vom BAFA gefördert. Voraussetzung dafür sind auch hier ein hydraulischer Abgleich, ein passender Pufferspeicher und eine Anlagenleistung von mindestens 5 Kilowatt. Noch höher fällt die Förderung aus, wenn Sie im Rahmen der Öl-Austauschprämie von einer ölbetriebenen Heizung auf eine Pelletheizung, eine Hackschnitzelheizung oder einen Scheitholzvergaser umstellen - dann erstattet das BAFA sogar 45 Prozent der Kosten.

Die KfW fördert Heizungen im Altbau nicht direkt, sondern nur im Rahmen der Effizienzhaus-Sanierung. Sowohl im Zuschuss-Programm KfW 430 als auch beim Kredit-Programm KfW 151 können Sie einen Zuschuss über bis zu 40 Prozent der Kosten bzw. der Kreditsumme, also maximal 48.000 Euro erhalten. Dazu kommt beim Programm KfW 151 noch ein Kredit von 120.000 Euro. Die Programme KfW 430 und KfW 151 sind nicht mit der Förderung des BAFA kombinierbar. Sollte Ihnen trotz Förderung des BAFA das Kapital fehlen, um sich eine Holzheizung anzuschaffen, können Sie aber auf den Kredit KfW 167 von 50.000 Euro zurückgreifen.

Produkt Bedingungen Förderung
BAFA-Förderung „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM)" Holzheizung mit Nennwärmeleistung ab 5 kW mit Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich 35 % der förderfähigen Kosten
Austauschprämie Ölheizung (BAFA) Einsatz einer Hybridheizung aus erneuerbaren Energien + Erdgas oder komplett aus erneuerbaren Energien 40 % der förderfähigen Kosten (Gas-Hybridheizung), sonst 45 % (Wärmepumpe, Biomasseheizung, Hybridheizung aus beiden)
KfW-Kredit 151 Sanierung zum KfW-Effizienzhaus Kredit bis höchstens 120.000 €, Tilgungszuschuss bis zu 40 % der Kreditsumme, maximal 48.000 €
KfW-Zuschuss 430 Sanierung zum KfW-Effizienzhaus Zuschuss bis zu 40 % der förderfähigen Investitionskosten von höchstens 120.000 €, maximal 48.000 €
KfW-Kredit 167 Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien Kreditsumme maximal 50.000 €

Lager und Transportsystem

Bild: Holzheizung Lager Transportsystem
Der Holztransport kann auf verschiedene Arten geschehen | © MemoryCatcher / pixabay CC0

Holzscheite, Pellets und Hackschnitzel müssen natürlich auch gelagert und in den Heizkessel transportiert werden. Lagerung und Transportsystem unterschieden sich dabei von Heizungstyp zu Heizungstyp. Während der Scheitholzvergaser ganz einfach von Hand befüllt wird, besitzen viele Pellet- und Hackschnitzelheizungen ein mechanisches Transportsystem, welches den Heizkessel vollautomatisch mit Brennstoff aus dem Lager befüllt.

Hackschnitzel- und Pelletsilos stehen deshalb häufig auch in Nähe zum Heizkessel, um die Transportwege zu minimieren. Über eine Förderschnecke (Archimedische Schraube) oder ein Saugsystem wird der Brennstoff dann bei Bedarf in den Kessel geführt. Das spart manuelle Arbeit, ist aber auch wartungsintensiver und kann technische Störungen mit sich bringen. Die Holzscheite für einen Vergaser können übrigens an jedem trockenen Ort wie z. B. in einem Kellerraum oder Schuppen gelagert werden.

Brennstoff Lager Transport
Scheitholz Überdacht, trocken, gut belüftet Von Hand
Außengelände oder notfalls Innenraum
Hackschnitzel Trocken und gut belüftet Vollautomatisch mittels Saugsystem oder (vorzugsweise) Förderschnecke
In unmittelbarer Nähe zur Heizung: Abgetrennter Raum, Silo, Container, Erdbunker
Holzpellets Gut belüftetes Pelletsilo Vollautomatisch mittels Saugsystem oder Förderschnecke
z. B. kompletter Raum, Sacksilo, Lagertank, Erdtank

Wartungsarbeiten in Eigenleistung

Bild: Holzheizung Aufwand Wartung
Eine Holzheizung sollte einmal pro Woche kurz gewartet werden | © falco / pixabay CC0

Nicht bei allen Holzheizungen müssen Sie den Brennstoff von Hand einwerfen. Ein gewisser Arbeitsaufwand in Eigenleistung fällt aber trotzdem an. Primär geht es dabei um gewisse Reinigungs- und Wartungsarbeiten, welche alle paar Tage durchgeführt werden sollten. Besonders wichtig ist das regelmäßige Ausleeren des Aschebehälters, aber auch die Reinigung von Wärmetauscher und Brennkammer sollte nicht vernachlässigt werden. Mehr Zeit als 10 - 20 Minuten pro Woche müssen Sie dafür aber nicht einplanen.

Wie oft Aschebehälter leeren?

Je nach Bauweise der Pelletheizung müssen Sie den Aschebehälter entweder zweimal im Monat oder nur zweimal im Jahr manuell ausleeren. Die Asche der Hackschnitzelheizung hingegen wird automatisch aus dem Kessel entfernt und in eine separate Aschetonne gefüllt. Je nach Verbrauch, Beschaffenheit des Holzes sowie Fassungsvermögen der Tonne muss diese im Schnitt einmal pro Quartal geleert werden. Die Asche kann übrigens ganz einfach über den Hausmüll entsorgt werden.

Wie oft Sie den Aschebehälter eines Holzvergasers entleeren sollten, hängt im Detail von der Güte der Verbrennung, dem verwendeten Holz sowie von der Häufigkeit des Heizens ab. Im Normalfall können Sie eine wöchentliche Leerung einkalkulieren. Hierbei sollten Sie die Beschaffenheit der Asche überprüfen: Ist sie nicht durchgehend fein, locker und hell, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Verbrennungsprozess nicht optimal abläuft.

Empfehlung: Die beste Holzheizung?

Bild: Holzheizung beste Lösung
Bei manchen Holzheizungen benötigen Sie viel Eigeninitiative | © medienluemmel / pixabay CC0

Sie möchten Ihr Haus mit Holz beheizen und fragen sich, welche Holzheizung die beste für Sie ist? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die optimale Lösung hängt, wie so häufig, von den Rahmenbedingungen ab. Soll ein kleines und/oder energieeffizientes Gebäude beheizt werden? Haben Sie viel Zeit für Eigeneinsatz; vielleicht sogar einen eigenen Holzbestand?

Dann lohnt sich der Einsatz eines Scheitholzvergasers. Geht es um ein Haus mit einem großen Wärmebedarf, vielleicht einen Altbau? Haben Sie zusätzlich viel Platz auf dem Gelände? Dann bietet es sich an, eine Hackschnitzelheizung zu installieren. Möchten Sie es vollautomatisch, mit weniger Platzbedarf und besonders effizient? Dann ist die Pelletheizung eine gute Wahl.

Oder doch lieber keine Holzheizung?

Sollten Sie also eine Holzheizung kaufen? Oder wäre eine andere Heizung die bessere Wahl? Gibt es eine gute umweltfreundliche Alternative? Generell müssen Sie bei einer Holzheizung mit vergleichsweise viel Eigeneinsatz rechnen: Es muss nicht nur Brennstoff nachgekauft und ggf. manuell eingefüllt werden. Aschebehälter, Wärmetauscher sowie Brennkammer benötigen außerdem eine regelmäßige Reinigung und Wartung.

Wer eine umweltfreundliche Alternative ohne viel Aufwand sucht, sollte daher besser zu einer Wärmepumpe greifen. Dies gilt umso mehr, da eine Holzheizung in den meisten Neubauten nicht nur zu viel Aufwand bedeutet, sondern auch mehr Wärme produziert, als überhaupt genutzt werden kann.

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